Mein Gefühl, als ich den kurzen, aber steilen Weg zur Casa Zaiana ging, war einfach nur glücklich. Glücklich und dankbar, dass ich das Privileg habe, hier sein zu dürfen und zu können. In Italien sein zu können, die Freiheit zu haben, das zu tun, was mir Freude bereitet.
Binou war so entzückend mir mit dem Gepäck zu helfen. Diesen Weg geht man nämlich nicht leer.
Schaut euch das an, ist das nicht herrlich!
Dann stand ich auf der Terrasse an diesem magischen Platz, vor mir nur unendliches Meer und eine atemberaubende Abendstimmung. Und musste vor Freude zum zweiten Mal weinen. Ja, ja, ja, ich bin halt nahe am Wasser gebaut. 🙂
ÜberraschungFreude
Sonst ist nicht viel zu sagen. Außer, dass wir wunderbar aßen. Orecchiette mit Wildspargel und Knoblauch. Den Wildspargel fand Binou hier am Gelände und bereitete uns das köstliche Mahl zu. Und zu einem guten Essen gehören natürlich auch gute Getränke. Vier Flaschen Prosecco und zwei Flaschen Primitivo – ein sehr guter Rotwein – haben wir noch besorgt, um für die nächsten Tage was im Haus zu haben. Wir konnten auf der Terrasse essen, so mild und lau war der Abend. Man könnte sagen, es war fast romantisch. 😉
no words needed
Dann tanzten wir zu italienischer Musik, tauschten uns aus, lachten viel und tranken wohl noch mehr. Ich erinnere mich noch, dass wir nach dem Rotwein, die zweite Flasche Prosecco köpften.
Die erste von drei …
Am nächsten Tag sah ich, dass wir allerdings noch eine dritte Flasche Prosecco tranken. Darüber ist es mir jedoch nicht möglich zu berichten, denn das und alles weitere verschwand irgendwo in meinen Gehirnwindungen und tauchte bis jetzt nicht mehr auf …
Der nächste Tag? Schlafen, schlafen, schlafen und das Hohlraumsausen auskurieren. Aber das wäre eine andere Geschichte.
Bin so überwältigt, dass die Vorhänge, die Gabl für mich genäht hat, so perfekt passen. Musste glatt ein paar Tränchen verdrücken.
Meine Paulina – ein Ford Transit Variobus FT300, 12 Jahre, 243.000 km, seit 5.9.2022 in meinem Besitz. Dieses Auto soll mich die nächsten Jahre auf verschiedenen Reisen begleiten und mir als Schlafmobil, Reisemobil, sicherer, fahrbarer Untersatz dienen.
Dazu bedarf es natürlich auch eines Campingbox-Modules, das ich bei Hubert Appl, Greencamper, im Rodatal bei Steyr gefunden habe. Seit 3.3.2023 ist es eingebaut und ich bin mehr als glücklich, dass alles so reibungslos geklappt hat. Wer sich dafür interessiert, das ist seine Homepage: https://www.greencamper.at/
Camping Modul vonGreen Camper aus Steyr
Reibungslos bedeutet aber nicht stressfrei. Denn ca. 3 Wochen vor dem Einbau bekam ich die Gelegenheit, in Süditalien ein Haus zu hüten. Das Haus ist eine große Villa am Gargano, dem Sporn des Stiefels auf der Ostküste oberhalb von Bari, genauer gesagt in Peschici.
Casa Zaiana Blick vom Meer aufs Haus
Dort liegt im Naturschutzgebiet die Casa Zaiana. Im Winter hüten Freunde und Bekannte der Besitzerin Veronika Pelikan die Unterkunft. Kostenfrei. Und ich bin eine der Glücklichen, die diesmal im März diese Aufgabe übernehmen darf. Wie ich dazu gekommen bin, fragst du dich? Naja, wie es heutzutage halt so geht – über Facebook. 😉
So, das heißt aber für mich, dass ich nicht nur dieses Haus hüten, sondern anschließend natürlich weiterreisen werde. Wenn ich schon so weit unten bin, dann muss ich nicht nur Apulien entdecken, sondern auch die Amalfiküste und alles was dazwischen liegt. Wenn es mich noch freut – was ich stark annehme – plane ich auch noch Sizilien zu bereisen. Und auf der Heimfahrt mich einfach treiben zu lassen – dort hinzufahren und stehenzubleiben, wo es mir gefällt. Golf spielen, Weingüter besuchen, Kultur, Land und Leute aufsaugen. Meine geplante Rückkehr peile ich mal so mit Ende April an. Könnte auch länger werden. Nichts muss, alles kann.
Am Dienstag fahre ich so gegen Mittag Richtung Süden, übernachte in der Nähe von Venedig in Paulina, um dann am nächsten Tag mein Endziel in Peschici anzusteuern.
Vorher bedarf es klarerweise noch einiger Vorbereitungen, die ich euch hier im Stakkato gerne aufzähle:
Packlisten erstellen, was brauche ich auf einer geplanten 2-monatigen Reise für Golf, Schifahren, „normale“ Kleidung und was gehört fix in Paulina verstaut. Die Listen sind lagen geworden. Womöglich viel zu lange.
Campingbox-Modul recherchieren, was das Beste für mich und Paulina ist. Bei Greencamper, namentlich Hubert Appl, fündig geworden.
Termin vereinbart und das Modul persönlich besichtigt. Sowas kauft man doch nicht Online!
Nach Steyr gefahren und dort Hubert kennengelernt. Das Beste, was mir passieren konnte. Tolles Teil gefunden, den Prototypen zu einem guten Preis bekommen. Gleich auch eine 30l-Kühlbox und eine tolle Matratze dazu erstanden. Juhuu, ein großer Brocken konnte da erledigt werden! Foto folgt noch.
Diverse weitere Ausrüstung wie etwa Adapter-Verlängerung für den Kühlschrank kaufen. Sichtschutz für die Fenster recherchieren und überlegen, was am besten wäre, Solar-Lampen bestellt, Rückenlehne-Taschen gekauft,
Pickerl für Paulina machen lassen
beide Rücksitzreihen ausbauen und im Keller verstaut, da ohne Rücksitze zukünftig kein Pickerl möglich ist – aber das ist eine andere Geschichte
davor den Keller räumen und am Flohmarkt die Sachen verscherbeln. Was ich nicht los wurde, musste ich auf den Sperrmüll bringen
die liebste Freundin bietet sich an meine Vorhänge für Paulina zu nähen. Stoff und Magnete besorgen, abmessen, nochmals messen, Gabl beim Nähen „unterstützen“, Freudentränen vergießen, weil alles so gut passt.
Diebstahlversicherung anfragen und abschließen. Dafür noch zu Experta fahren für den Prüfbericht für die Versicherung. Ohne Probleme „bestanden“.
Lenkradsperre beim ÖAMTC versuchen zu kaufen – gibt es dort nicht mehr. Lieferprobleme. Beim Forstinger fündig werden. Übrigens sehr zu empfehlen!
Auslandskrankenschein von der ÖGK versuchen zu besorgen. Gelernt, dass der blaue Teil auf der Rückseite der E-Card als Auslandkrankenschein gilt. Dafür bin ich aber 2x hingefahren. 🙂
Dazwischen noch gewandert, Ausstellungen besucht, Freunde zum Heringsschmaus und anderen Abendessen getroffen, Röntgen und Arztbesuche absolviert, 60er Geburtstagsfeier-Catering mitgeholfen, Torte gebacken, Patenkind zum Kino getroffen, bei einem Begräbnis geweint, einen Drehtermin absolviert, Weinviertel DAC-Jungwein Präsentation besucht.
Puh, das alles innerhalb von 2,5 Wochen. Und jetzt kann es endlich losgehen. Zunächst wie gesagt nach Tirol zu Irene. Aber das ist eine andere Geschichte.